Turbo-Schreibtipp: Spannungsbogen aufrecht erhalten

Den Spannungsfluss aufrecht erhalten

Nehmt euch einfach eine beliebige Situation eures Helden aus eurer Geschichte, sucht nach dem in der Szene vorherrschenden Konflikt und schaut euch den Ausgang an. Gewinnt der Held, hat er Erfolg? Oder tritt er volle Kanne in das phagozytische Endprodukt einer komplex verzweigten Kohlenhydratkette?

Setzt hinter das Ergebnis des Konflikts (aufschreiben, jetzt!😉 ) einmal experimentellerweise folgendes:

Erfolg! Doch leider…

UND

Fettnäpfchen! Fail! Fehlschlag! …und dann auch noch die Friteuse, autsch, verdammtes Fakirbrett, argh, wer hat hier Mausefallen aufgestellt, oh Gott, ein Güllelaster?

Gut, nicht unbedingt in der Reihenfolge, was das Fettnäpfchen angeht, aber ihr versteht sicher, was ich meine. Wenn ihr konstant hohe Spannung haben möchtet, ist nur noch ein wenig kreativer Hirnschmalz vonnöten, um das ganze im Rollen zu behalten. ( Die besten Tipps für Spannung ).

Beispiel:

Ein Hund fällt vom Himmel…

…aber er hat einen Fallschirm!

…doch der Fallschirm öffnet sich nicht.

…ein Glück! Ein großer Laster mit Heu hintendrauf kommt unter ihm zum stehen!

…doch leider fährt der Laster weiter.

…aber zum Glück beherrscht der Hund perfekte Parkour-Rollen.

…doch leider ist der Boden voller Mausefallen!

Turbo-Schreibtipp: Das Prinzip der relevanten Kopplung

(Theoretisch) Unendlich viele Subplots!

Subplots sind kleine „Nebengeschichten“ die parallel zu eurer eigentlichen Story verlaufen. Viele Schreibratgeber oder Autoren vertreten die Meinung, dass es irgendwann „zu viel“ wird, oder einer Nebengeschichte so aus dem Ufer laufen kann, dass sie die eigentliche Hauptstory sogar in den Schatten stellt. Daher wird generell empfohlen, die Anzahl der Subplots möglichst gering zu halten.

Aber was, wenn ihr noch soviel mehr zu erzählen habt, aber nicht einfach noch 500 Seiten in euer Manuskript packen könnt/möchtet?

Das Zauberwort, meiner Meinung nach, heißt relevante Kopplung.

Das, was ich als relevante Kopplung bezeichne, ermöglicht es in der Theorie beliebig viele Subplots in euer Manuskript zu bringen, solange sie mit einem sehr bedeutsamen Attribut ausgestattet sind:

Relevanz.

Wofür? Für den Haupt-Plot.

Ich gebe einfach wieder einmal ein Beispiel.

Separieren wir einmal Hauptplot und Subplot und sehen uns die Geschichte eines Mannes an, der ein Halbdämon ist und als zweites Standbein eine Karriere als professionieller Kunsträuber von Mopsporträts führt. Es gibt einen dicken Safe am Ende der Geschichte zu knacken, den er mit viel Geduld sogar öffnen kann. Ende des Hauptplots.

Derselbe Mann, nennen wir ihn der Einfachheit halber Arthur Jamal Uwe Fidjani Susanne (der Name seiner Schwippschwagertante töchterlicherseits) lernt eine nette Frau kennen, geht mir ihr Essen und verbringt anschließend ein paar romantische Stunden mit ihr. Ende des Subplots.

Arthur Jamal Uwe Fidjani führt eine fachliche Unterhaltung mit einem Diebeskollegen über ein seltenes Werkzeug. Ende Subplot Nummer zwei.

So laufen viele moderne Romane ab, was in meinen Augen vollkommen legitim ist – schließlich wird der Charakter mit solchen Subplots gezeigt, (im Sinne von Show, don’t tell, bro) aber wenn man drei, vier, fünf solcher Subplots einfach hintereinander wegschreibt wird das Buch einfach nur dicker – nicht dichter.

Jetzt nehmen wir einfach mal an, Arthur Jamal Uwe Fidjani Susanne will einen Safe knacken. Leider muss er dafür mehrere Dinge schaffen: Den Zugangscode für den Tresorraum, den er nicht hat, befindet sich im Besitz einer geheimnisvollen Frau, die ihn zu seiner eigenen Überraschung zu einem netten Essen einlädt. Das spezielle Werkzeug, dass man für das lautlose Öffnen des Safes benötigt, soll angeblich ihrem Vater gehören – einem Polizisten und Dämonenjäger. Sein Erfolg hängt also ab sofort von seinem Charme und seiner Dreistigkeit ab, vielleicht verdreht ihm die Frau auch noch den Kopf und er kann sich nicht mehr auf den Safe konzentrieren, whups! Wird er es noch schaffen, bevor man den Tresor aus der Stadt schafft, um ihn in ein Museum für Badewassersalze zu verfrachten?

Ist die Story dichter, oder einfach nur dicker geworden?🙂

Das ist in meinen Augen der Schlüssel dazu, mit einer unverschämt hohen Anzahl von Subplots einfach ungeschoren davonzukommen: Die relevante Kopplung. Erhöht Spannung, Tempo, Dichte und Atmosphäre, wobei gleichzeitig noch immer alle Vorzüge eines Subplots genossen werden könnnen: Charakterentwicklung zeigen, Auszeiten fürs Durchatmen und natürlich Lesefluss.

Turbo-Schreibtipp: Von großen zu kleinen Zielen der Charaktere

Jeder hat ein Ziel – immer

Jeder Charakter hat ein Ziel, sicher, das sollte nichts neues sein, aber durchsucht doch einmal euer Manuskript nach Szenenzielen für jeden eurer Protagonisten. Hat der Held in jeder Szene ein klar definiertes Ziel? Super! Jetzt nehmt ihr euch einfach noch einmal sämtlichen Dialog in der Szene vor und schreibt jede Reaktion, jede Interaktion dieses Charakters im Lichte dieses erklärten Ziels – taucht dafür auch ruhig in dessen Unterbewusstsein ab, schließlich sind sich Helden nicht immer darüber im Klaren, wohin es mit ihnen gehen soll.😉

Setzt also für den Charakter ein übergeordnetes Ziel fest, z.B. : Die Welt retten.

Teilt das große Ziel in viele kleinere auf: Das magische Schwert finden, Verbündete anwerben, den Magierorden mit Hello-Kitty-Stickern versorgen, usw.

Dann teilt ihr auch diese Mini-Ziele in kleine Stationen auf, dessen Erreichung in einer Szene gegeben sein könnten – dargestellt hinter einer bestimmten Charaktermotivation. Gerade wenn man nicht weiß, bringt diese Szene die Geschichte voran? Ist so eine Teilzielaufteilung eine super Sache.🙂

Oh, und weil das noch nicht genügend Arbeit ist, wiederholt dieses Verfahren doch einfach einmal mit sämtlichen Charakteren in der Szene und vergleicht am Ende einmal beide Produkte – voher/nachher – miteinander. Nehmt dann die Version, die euch am besten gefällt.🙂

Turbo-Schreibtipp: Charakterkombination

Fuuuuusion!

Sammelt doch einmal Neben- oder Seitencharaktere in eurer Geschichte, die nur für einen Bruchteil vorkommen und noch einen flachen Eindruck beim Beta-Leser erwecken. Schmeißt sie mit all ihren Eigenschaften in einen Topf und gebt ihnen dann eine Aufgabe, die wichtig für die Geschichte ist.

Was bekommt man?

Ein Beispiel:

Gary ist Neurochirurg in der Klinik, die euer Hauptcharakter nach einem bestandenen Abenteuer gegen die Horden von Dämonen, (die des Nachts sämtliche Kühltruhen der Stadt ausrauben, die Schweine!) besucht. Gary sagt nur wenige Sätze, scheint aber ein cleveres Kerlchen zu sein.

Peter ist Taxifahrer und leidenschaftlicher Sänger für modernen Soul. Er pflegt sein Auto, schließlich ist es sein Herz- und Arbeitsstück. Er singt während seiner Arbeit sehr gern. Leider hat der Held nur ein kurzes Gespräch mit ihm, als er zum Showdown mit den Dämonen gefahren werden will, die sämtliches Toilettenpapier der Stadt gestohlen haben, um damit eine gewaltige Chtulu-Statue auf dem Alexanderplatz in Berlin zu errichten.

… was, wenn Gary und Peter ein und dieselbe Person wären? Was, wenn dieser Charakter dem Helden der Geschichte an denselben Stellen, allerdings als „eine“ fusionierte Person begegnet? Würde ihn das für den Leser interessanter machen? In vielen Fällen ist das… der… Fall. (Oh Mann. Satzbaustärke + 5, noch zehn weitere Erfahrungspunkte und ich kann mir endlich diesen „finden Sie die richtigen Wörter für ihre Formulierungen“-Skill ausbauen.)

Ein bei seiner Arbeit Soul singender Neurochirurg mit einer Leidenschaft für Taxis, der in seiner Freizeit andere Menschen durch die Gegend fahren muss, weil sein Gehalt nicht ausreicht, um seinen exzentrischen Lebensstil zu unterhalten. Das wäre doch beinahe eine Nebengeschichte wert.😉

Die 4 besten Wege, eure Leser zu überraschen

(Dieser Post erschien bereits auf meinem alten Blog.)

Hallo ihr Lieben!🙂 Heute geht es um eines meiner Lieblingsthemen! Also, bereitet euch darauf vor, eure Leser in Staunen und Hand-An-Die-Stirn-Klatschen zu versetzen, es geht um Plot-Twists, DUN DUN DUUUUN!

Was ist ein Plot-Twist?

Ein Plot-Twist ist ein Ereignis, dass alles, was man vorher über die Story gedacht hat, vollkommen über den Haufen wirft. Man glaubt die ganze Zeit über man weiß, wie alles zusammenhängt und dann ist es doch ganz anders, „es war die ganze Zeit der Gärtner!“ oder einer meiner absoluten Favoriten, dass enthüllen geheimer Identitäten:

„Nein, mein Vater ist tot, du hast ihn umgebracht!“
„Du Narr! Ich BIN dein Vater!!“
„Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeein!!!“

Wie immer gibt es auch hier „gute“ oder „weniger gute“ Plot-Twists, die sehr stark davon abhängen, ob ihr ein Leser seid, der gut aufpasst und gern Erbsen zählt oder schon sehr viel im heimischen Genre gelesen hat. Seit Star Wars wurde der „I am your father“ – Twist schon öfter benutzt als ein Lichtschalter in einem Club, dessen Stroboskoplicht ausgefallen ist, dessen Partybesucher aber trotzdem nicht auf den Effekt verzichten wollen.

Was macht einen Plot-Twist besonders effektiv?

Es gibt meiner Meinung nach unterschiedliche, verschieden effektive  Arten von Plot-Twists.

1.) Den Twist mit Foreshadowing
2.) Den Twist ohne Foreshadowing
3.) Den Twist, der die Kontinuität ignoriert
4.) Die Königsdisziplin: Der doppelte Plot-Twist

1.) Der Twist mit Foreshadowing

…meiner Meinung nach der mit Abstand awesomeste… awesomste… awesomestete…? Mist.

Der coolste. So.

Einer „der“ Plot-Twists schlechthin ist natürlich das Ende von „The Sixth Sense“. Ein Kinderpsychologe (Bruce Willis) bekommt den Auftrag, einen Jungen zu betreuen, der „tote Menschen“ sehen kann. Zwischendurch sieht man auch den Psychologen beim Abendessen mit seiner Frau, folgt ihm durch unheimliche Sitzungen mit dem Jungen und so weiter. Am Ende erfährt man dann etwas Unglaubliches!
(Achtung, Spoiler.)
Der arme Bruce erfährt, dass er die ganze Zeit über tot war.

Warum funktioniert das alles so gut, und was macht das Ganze in diesem Fall besonders effektiv? Ganz einfach:

Die Erkenntnis des Zuschauers, dass er eigentlich von Beginn an alles glasklar vor der Nase hatte.

Jede Szene macht immer noch komplett Sinn, wenn man den Film mit der neuen Information noch einmal von vorn schaut. Beim Abendessen mit seiner Frau spricht sie nicht mit ihm, schaut abwesend durch die Gegend, aber er interagiert mit ihr, also ist für den Zuschauer alles klar.

Der Schlüssel dafür liegt in der Interpretationsmöglichkeit.

Dem Leser werden konstant Informationen vermittelt, die sie mit den Figuren teilen, die Figuren interpretieren die Informationen, in einer Art und Weise, die absichtlich ein Detail auslässt, an dass sich der Leser vielleicht nicht mehr erinnern kann.

Ein kurzes Beispiel?

Nehmen wir einmal einen super Plot-Twist aus einem Action-Klassiker: „Terminator 2“. Kurze Vorinformation, um den Twist zu verstehen: In Teil 1 wurde Sarah Connor von einem Roboter aus der Zukunft (Arnold Schwarzenegger) verfolgt, der sie plätten will. Der Roboter aus der Zukunft wird besiegt, Jahre später – hier beginnt der zweite Teil – rückt der lieben Sarah und ihrem Sohn schon wieder der Roboter aus der Zukunft (wieder Arnold) auf die Pelle und verfolgt sie. Dann kommt sogar noch ein zweiter, anders aussehender Roboter dazu, der sie ebenfalls umbringen will und jagt.

Super, könnte man denken, das ist ja quasi der erste Film nur einfach mit einem Roboter mehr, oder?

Dann folgt eine Szene, in der Sarah und ihr Sohn nicht mehr entkommen können. Auf einer Seite der gemeine Arnold, auf der anderen Seite der fiese neue Roboter. Arnold kommt immer näher, nimmt seine Waffe hoch, zielt auf Sarah…

… und rettet sie und ihren Sohn vor dem fiesen, neuen Roboter.

Wieder das gleiche Konzept: Wir interpretieren Informationen, meistens ähnlich oder genauso wie der Protagonist, und dann gibt es einen Moment, der uns alles neu verstehen lässt. Dabei hatte man es die ganze Zeit vor der Nase. Er ist ihnen nicht gefolgt, weil er sie erschießen, sondern schützen wollte – also eine 180 Grad-Wende! Alle Informationen, die zum kompletten Verstehen der Situation nötig waren, hatte der Zuschauer/Leser bereits – das macht einen Plot-Twist besonders effektiv.

Also, noch einmal die Zusammenfassung für einen Plot-Twist mit hoher Effektivität:

Der Leser hat alle Informationen, die theoretisch für das Erkennen der tatsächlichen Situation wichtig sind.

Der Leser interpretiert die Informationen auf dieselbe Weise wie der Protagonist – auf die falsche Weise.

Der Protagonist reflektiert die vorhandenen Informationen so überzeugend und clever, dass der Leser gar nicht anders kann, als sie genau gleich zu interpretieren. Das ist nicht nur eine Möglichkeit um Charaktereigenschaften zu zeigen, sondern senkt auch den inneren Widerstand des Lesers, damit er durch ein wenig intelligentes Reflektieren des Helden nicht plötzlich denkt: „Bist du blind? Das ist total offensichtlich!“ oder, noch wichtiger: „Ich würde das nicht so machen wie der Held.“ (Eine Ausnahme ist natürlich ein Held, von dem der Leser weiß, dass er nicht besonders helle ist. Da ist dann mehr die Spannungskomponente â la „Oh nein, tu das nicht!“ im Vordergrund.)

Optional: Ein entscheidendes Detail lässt der Protagonist beim reflektieren aus, um den Leser eiskalt damit zu erwischen. Der Autor kann dieses Detail zuvor maskieren, indem er es als unwichtig erscheinen lässt oder innerhalb einer Beschreibung so einbaut, dass es schnell überlesen werden kann.

Optional: Die wahre Natur der Situation entspricht genau dem Gegenteil der ursprünglich angenommenen Situation.

Wie kann ich diese Art von Plot-Twist in mein Buch einbauen?

Früher hätte ich gesagt „es kommt darauf an, ob ihr eher Outliner oder Discovery-Writer seid. Als Outliner muss man alles so planen, dass es hinterher auch zusammenpasst, besonders beim zweiten Mal lesen. Der Discovery-Writer schreibt einfach bis zu einem Punkt, an dem er einen Plot-Twist erzeugt und ändert dann bei der Revision ein paar Details ab, damit es hinterher stimmig ist.“

Aaaber ich denke heute, dass man schließlich so oder so hinterher alles so überarbeiten kann, dass es stimmig ist, daher meine Antwort:

Packt den Plot-Twist, oder besser gesagt seine Erklärung, erst während des Revisionsprozesses in euer Manuskript.

Eine Ausnahme bilden natürlich diejenigen unter uns, die ihre Plot-Twist-Idee schon vorher ausgearbeitet haben und dann mit allen wichtigen Details im Hinterkopf einfach in die Tasten hauen.

2.) Der Twist ohne Foreshadowing

Eine andere Art von Plot-Twist ist der, in dem der Leser nicht alle Informationen besitzt, die „Enthüllung“ aber trotz allem überraschend ist.

Der absolute Klassiker dafür wäre „Es war alles nur ein Traum!“ – Twist. Da im Traum selbst nicht deutlich wird, dass der Protagonist träumt, fehlt dementsprechend das Foreshadowing.

Das ganze kann noch immer effektiv und überraschend sein, hat aber einen kleinen Nachteil:

Der Leser wird dabei nicht ganz so aktiviert wie beim Twist mit Foreshadowing. Bei der Variante mit dem Foreshadowing kann man nämlich die ganze Zeit über mitdenken, super funktionieren tut das selbstverständlich in vielen guten Krimis. Diese Möglichkeit wird bei Twists ohne Foreshadowing auf die reine, unvorhergesehene Überraschung reduziert.

Aber wie immer: Es kommt auf die Zielgruppe an. Wollen die Leser auf jeden Fall mitdenken, ist der Twist mit Foreshadowing gefragter, wollen die Leser einfach nur überrascht werden, geht es auch ohne.

3.) Der Twist, der die Kontinuität ignoriert

Das sind die Arten von Twists, die mir in jüngster Vergangenheit in meiner Lieblingsbuchreihe die Tränen in die Augen getrieben haben, aber noch immer gern und oft genutzt werden.

Mal angenommen, wir haben ein super Buch, mit einem schönen Twist, erinnern uns aber dann an eine Szene zurück, in der total offensichtlich ist, dass das entscheidende Detail nicht einfach nur maskiert, sondern vollkommen anders beschrieben wurde. Es gibt Leser, die dadurch vollkommen aus einer Geschichte gerissen werden, wenn ihnen solch ein Logikfehler auffällt.

An und für sich halte ich Twists, bei denen einfach nur aus Versehen vergessen wurde, ein wichtiges Detail richtig einzusetzen für gar nicht schlimm. Aber wenn sie anfangen, die Kontinuität (sei es das glaubhafte Verhalten eines Charakters, eine Regel die über das Setting etabliert wurde wird außer Acht gelassen, etc.) oder Logik dadurch schleifen zu lassen, ist das sehr schade, weil solche Dinge häufig einfach durch ein paar Arbeitsstunden mehr hätten ausgebügelt werden können.

Dinge wie:

Drei Ritter sind im Mittelalter in einem Historienroman in einer Höhle gefangen, hundert Bären kommen durch den Eingang hineingestürmt, alles ist verloren. Doch dann… zieht einer der Ritter ein Laserschwert, rennt auf die Bären los, brüllt „Crucio!“ und alle Bären fallen tot um.

 

Oder der Twist, den ich gerne „Machen wir es doch einfach umständlich!“ – Twist nenne:

„Wo sind wir?“
„In meinem geheimen Büro! Jetzt habe ich sie endlich hier! Muahaha!“
„Und deshalb haben sie mich vor dem Casino ausgeraubt, mir gedroht, mich angeschossen und mich in einer wilden Hetzjagd durch die Stadt verfolgt, mein Haus in die Luft gejagt?“
„Natürlich!“
„Und sie wollten lediglich mit mir sprechen?“
„Ähm, ja, eigentlich schon.“
„Warum haben sie mich dann nicht einfach eingeladen? Der ganze Sprengstoff, die Munition, die teuren Wagen ihrer Häscher, dass muss doch unglaublich teuer gewesen sein oder?“
„Nun…ähm… ich bin schließlich der Böse, ich MUSS sowas machen!“

Die Glaubwürdigkeit eurer Geschichte kann immer darunter leiden, wenn dem Leser solche Dinge auffallen, also immer schön vorsichtig sein und lieber einmal mehr schauen, ob man vielleicht etwas vergessen hat.🙂

4.) Die Königsdisziplin: Der doppelte Plot-Twist

Junge, Junge, ich weiß noch, wie ich mich gefühlt habe, als ich die Mistborn-Trilogie beendet habe.

Wenn ihr die Informationslage so hinlegen könnt, dass sie in zwei Richtungen interpretierbar ist (die „offensichtliche“ ausgenommen, also wenn man es genau nimmt, eigentlich in drei Richtungen), und die Protagonisten erst nach und nach dahinter steigen, dass es noch eine weitere Möglichkeit gibt, ist der Effekt die zusätzliche Arbeit wirklich wert. Jede Information muss mehrere Male gecheckt werden, ob sie wirklich in alle Interpretationen hineinpasst, vom exzessiven Foreshadowing ganz zu schweigen.

Ob man so etwas mit Tricks vermitteln kann, weiß ich nicht. Es ist eine gewaltige Kreativität dafür vonnöten. Ich glaube auch, dass der ganzen Sache eine gewisse Grenze gesetzt ist, z.B. habe ich nur ein einziges Mal einen – unglaublichen – dreifachen, komplett in sich stimmigen, makellos geforeshadowten Plot-Twist gelesen und der hat mich so dermaßen fertig gemacht, dass ich MEHR einfach nicht ausgehalten hätte.😀

Wie immer spielt die Überarbeitung eine große Rolle für schöne Plot-Twists, aber allein das Ausdenken kann schon eine große Herausforderung sein. Ich hoffe, ich konnte euch bei Punkt 1.) die ein oder andere Methodik dafür an die Hand geben. Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg für euer nächstes Projekt und frohes Schaffen!🙂

Übrigens: Es gibt tolle Neuigkeiten!🙂 Mein neuer Roman wartet schon sehnsüchtig darauf von dir gelesen zu werden! Er ist handzahm, muss nur zweimal am Tag gegossen werden und backt dir Schoko-Cupcakes! Und  – PLOTTWIST! – er bringt dir sogar Frühstück ans Bett!🙂

Die Wächter der Nimmersterne: Donner

Buchcover

EIN ABENTEUER BEGINNT

In einer Welt, in der die „Artefakte“ den Menschen atemberaubende Fähigkeiten verleihen, sucht ein gesichtsloser Schrecken Starfall heim. Die Zukunft des Inselkönigreichs ruht auf den Schultern des ungleichen Duos Anthony und Vivienne, denen – unschuldig wegen Mordes gejagt – keine andere Wahl bleibt, als einander zu vertrauen, wollen sie überleben und den Dämonen ihrer Vergangenheit die Stirn bieten.

Dabei kommen sie nicht nur der unglaublichen Wahrheit über die Natur der Artefakte näher, sondern auch einander…

Wenn du neugierig geworden bist:
( http://www.bookrix.de/_ebook-andre-aeskinger-die-waechter-der-nimmersterne/ )

Viel Spaß!😉

Frauen-Klischees in der Fantasy/Romantasy – und was man als Autor davon lernen kann

(Dieser Post erschien bereits auf meinem alten Blog.)

Das wichtigste zuerst: Dieser Post beschäftigt sich nicht direkt mit Sexismus in Fantasy oder Science Fiction, bezieht sich aber an einigen Stellen darauf.

Im großen Boom der Fantasy-Literatur, der ungefähr in den siebziger Jahren einen Höhepunkt erreichte, herrschte – durchaus unter Einfluss bestimmter Geschlechterrollenvorstellungen bestimmter Autoren – ein sehr verbreitetes Bild der „Standard“-Geschichte und ihrer Helden.

Der Held war in der Regel männlich, muskulös, gutaussehend und entweder ein Schwertkämpfer samt magischem Zubehör oder smart, gutaussehend und ein Zauberer samt metallischem Zubehör. Er rettete die Prinzessinnen, verführte sie, gewann sie auf Turnieren und nahm in der Regel allein die aktive Rolle ein.

Die passive, abwartende und sich unterordnende Rolle nahm dabei in der Regel der sexy aussehende „Gewinn“ des Helden ein: Die Frau, selten ein Charakter der (bei einigen Autoren) aus mehr als zwei Beinen und einem Paar plastisch aufgewerteter Milchspender bestand, stets darum bemüht, nichts zu tun, um die eigene Situation zu verbessern, damit der Mann den ganzen Ruhm für sich einstreichen konnte.

Das wurde so oft wiederholt und kopiert, dass sich daraus irgendwann ein Klischee entwickelt hat, dessen viele Leser überdrüssig wurden; dazu kam natürlich die Kritik seitens vieler Beobachter der Szene, dass die Rollenverteilung nicht nur sexistisch, sondern auch sehr unrealistisch sei.

Eine gewisse Weile später, als gutgemeinte Reaktion auf das eine Extrem, gab es eine Reihe von Heldinnen, die stark, unabhängig und kämpferisch waren, vor allen Dingen brauchten sie eines nicht: Männer.

Hartgekochte Killer-Amazonen mit einer Kampfkraft von „über neuntauseeeeeeeend!“ bevölkerten die Geschichten und zeigten ihren männlichen Gegenparts mal ordentlich, wo der Hammer hing: Nämlich ganz bestimmt nicht in der Küche vor dem Herd. Nachdem die unvermeidlichen Nachzügler auf den Ditto-Mimikry-Zug mit aufspringen wollten, waren die Romane wieder einmal an einem Punkt, an dem den weiblichen Heldinnen eigentlich nur noch ein Vollbart und ein Penis gefehlt hätten, um noch männlicher dargestellt zu werden. Emotional abgestumpfte Conan-Verschnitte mit Vitamin-S-Überdosis standen an der Tagesordnung und füllten fleißig die Heftromane. (Xena ist übrigens eine Ausnahme. Xena ist awesome.😀 )

Man „entwickelte“ sogar den sogenannten Bechdel-Test für TV und Literaturkritik.

Der Bechdel-Test

besteht aus 3 Fragen:

1.) Gibt es mehr als eine Frau in der Geschichte?

2.) Haben die beiden Frauen mindestens ein gemeinsames Gespräch?

3.) Handelt mindestens eine ihrer Konversationen über etwas anderes als einen Mann?

Wenn ihr auch nur eine Frage davon mit „Nein“ beantwortet, dann hat die Geschichte den Test nicht bestanden – hat also wahrscheinlich das Potential, dass Leser der Geschichte eine klischeehafte Rollenverteilung zusprechen.

Warum erzähle ich euch das alles?

Irgendwann muss man sich einmal die Frage als Leser stellen, für wie realistisch man die beiden Extrema-Klischees hält, und ob man als Autor etwas davon lernen kann.

Ich persönlich würde euch ans Herz legen, eure Figuren nicht einfach nur der Sexismus- oder Klischeevermeidung wegen aus diesen Bereichen herauszuhalten, sondern aus einem anderen, sehr einfachen Grund:

Glaubwürdigkeit.

Nehme ich einer Vollbart rockenden Testosteronwalze die wahrscheinlich ihren eigenen Uterus samt Menstruationszyklus für eine hinterhältige Verschwörung der „giftmischenden Männerfeiglinge“ hält und die niemals auch nur einen Funken von Emotion hervorbringt, für voll? Kann ich so eine Figur überhaupt ernst nehmen? Ich glaube kaum. Es fehlt definitiv ein Zugang.

Würde ich mir für das graue, inaktive, naive Mäuschen das mit durchnässtem weißen Oberteil und Lederstring durch die trollverseuchten Kerker des finsteren Lords kriecht, etwas mehr Proaktivität, Mitdenken oder Stärke wünschen, um sie facettenreicher zu gestalten? Ich denke schon. Andernfalls könnte man genauso gut eine mit Lippenstift angemalte Gummipuppe in den Kerker werfen, dass hätte den selben Einfluss auf die Geschichte.

Aber machen wie es doch einmal so: Kann ich mir eine hartgesottene Schwertkämpferin vorstellen, die sich auch einmal verliebt, aufgrund ihrer kriegerischen Vergangenheit aber Beziehungsprobleme hat weil sie Gefühle nicht eingestehen kann? Auf jeden Fall.

Kann ich mir eine schüchterne, vorsichtige Bibliothekarin vorstellen, die sich aber im entscheidenden Moment doch ein Herz fasst, um mit dem Kerzenhalter der Wache vor der Zellentür eins über die Murmel zu zwitschern? Auf jeden Fall.

Solche Dinge verleihen euren Charakteren, und ich beschränke das bewusst nicht einfach nur auf Frauen oder nur Männer, die wichtige Tiefe, um sie als echte, atmende Persönlichkeiten wahrnehmen zu können.

Ein Zauberwort dafür ist das Gleichgewicht: Selbst der kälteste Krieger hat einmal etwas gefühlt, selbst der kleinlaute Schwächling kann einmal Mut haben. Macht euch bei der Charaktererschaffung immer auch Gedanken darüber, ob es eine Eigenschaft oder Fähigkeit gibt, die eventuelle Extreme, die für sich allein gestellt oberflächlich oder unglaubwürdig scheinen, so unterstreichen können, dass sich der Protagonist „echt“ anfühlt. Das erhöht den Bezug des Lesers zur Figur, lässt mehr mitfiebern – macht damit also auch Spannung effektiver – und lässt den Fan das Buch zufrieden zuschlagen, wenn man seinen „Lieblingen“ eine tolle Story schenkt.

Ich wünsche euch ein wunderhübsches Wochenende!🙂 Viel Spaß und Erfolg für euer nächstes Projekt.

Übrigens: Weißt du, wer schon sehnsüchtig auf dich wartet, egal ob du schwertschwingende Kriegerin oder schüchterne Bibliothekarin bist? Mein neuer Roman!🙂 Er ist handzahm, stubenrein und haart nicht – er bringt dir sogar Frühstück oder Zeitung ans Bett und singt deinen Lieblingssong!🙂

Die Wächter der Nimmersterne: Donner

Buchcover

EIN ABENTEUER BEGINNT

In einer Welt, in der die „Artefakte“ den Menschen atemberaubende Fähigkeiten verleihen, sucht ein gesichtsloser Schrecken Starfall heim. Die Zukunft des Inselkönigreichs ruht auf den Schultern des ungleichen Duos Anthony und Vivienne, denen – unschuldig wegen Mordes gejagt – keine andere Wahl bleibt, als einander zu vertrauen, wollen sie überleben und den Dämonen ihrer Vergangenheit die Stirn bieten.

Dabei kommen sie nicht nur der unglaublichen Wahrheit über die Natur der Artefakte näher, sondern auch einander…

Wenn du neugierig geworden bist:
( http://www.bookrix.de/_ebook-andre-aeskinger-die-waechter-der-nimmersterne/ )

Viel Spaß!😉

Die 6 besten Tricks für mehr Spannung (Teil 2)

Da sind wir wieder!🙂 Falls du ihn noch nicht erwischt hast, findest du hier den ersten Teil.

Also, weiter geht’s!🙂

3. Das Ebenen-Prinzip

Nehmen wir wieder einmal unseren Protagonisten mit seinem Ziel.

Teilen wir ihn doch einmal in drei Kategorien ein:

Physisch: Körper, Aussehen, Kraft, Koordination, Bewegung usw.
Emotional: Liebe, Vertrauen, Hoffnung usw.
Sozial: Geld, Behausung, Job, Freunde usw.

All das sind Punkte, an denen ein Charakter angreifbar ist. Jeder Angriff auf einen beliebigen oben genannten Bereich bedeutet eine potentielle Spannungserhöhung. Wie kann man das nutzen?😉

4. Das Konsequenzen-Prinzip

… ist eher für die Planung und Entwicklung eines übergreifenden Konfliktes (oder einer übergreifenden Spannung) geeignet.

Nehmt euch doch einmal euer momentanes Skript oder eure aktuelle Idee, und versucht auszumachen, worin der zentrale Konflikt besteht. Und ich rede hier nicht von „Was ziehe ich morgen zur Arbeit an?“ – zentralen Konflikten sondern von „Werde ich die Liebe meines Lebens davon abhalten können, splitterfasernackt die Bau-einen-Schneemann-Weltmeisterschaft in Grönland zu absolvieren?“ – zentralen Konflikten.

Stellt euch einmal folgende Fragen:

Was ist die direkte Konsequenz des Hauptkonfliktes?
Wie weitgreifend sind diese Konsequenzen, wen, was betreffen sie?
Was würde das vorraussetzen?

Und jetzt erschafft ihr die dafür notwendigen Umstände, um Spannung zu erzeugen. Eigentlich recht simpel.

5. Das epische Wurst-Prinzip des ultimativen Schicksals

Wisst ihr was? Ich glaube, der Name für dieses Prinzip gefällt mir doch. „Wurst.“ Das hallt so schön nach im Rachen.

Öhm. Wo war ich?

Ach ja. Bei der Wurst.

Kommen wir also zum absoluten Kern, ohne den Spannung streng genommen eigentlich gar nicht möglich wäre.

Was steht auf dem Spiel?
Es geht um die Wurst!

Jetzt müsst ihr dem Leser nur noch vermitteln, um welche Wurst genau es sich handelt. (Oh Gott. Ich revidiere meine Meinung. Dieser Satz hört sich furchtbar an.)

Nehmen wir doch noch einmal kurz die Aufteilung des Ebenen-Prinzips und sagen einfach mal, für unseren Protagonisten steht das in der Unterhaltungsliteratur allseits beliebte leibliche Wohlbefinden unseres Helden auf dem Spiel.

Einfach oder? Aber das meine ich mit dem epischen Wurst-Prinzip des ultimativen Schicksals noch nicht.

Was wir jetzt tun, ist das Koppeln von Konsequenzen, Konflikt zu einer Kette…  ähm, Wurst. *hust*

Ecce:

Wenn X, dann Y.

Wenn der Held stirbt, dann geht der Bösewicht auf eine Frau los.

Wenn der Held stirbt, dann geht der Bösewicht auf eine Frau los, die schwanger ist.

Wenn der Held stirbt, dann geht der Bösewicht auf eine Frau los, die schwanger ist und einen Sohn gebären wird, der einmal die Welt retten wird.

Das ist die Spannungskopplung von dem Action-Klassiker „Terminator“. (Bin ich übrigens der einzige, der es lustig findet, dass Arnold in dem Film ständig nach Sarah Connor fragt? Ich habe da immer die Sängerin vor Augen.)

Aber…aber das ist doch das Konsequenzen-Prinzip?

Was wir mit dieser ständig länger werdenden Wurst machen, ist folgendes: Wir nehmen einen Wert, der auf dem Spiel steht, und manipulieren seine Wertigkeit, um damit dem eigentlichen, ursprünglichen Konflikt mehr Gewicht, mehr Masse zu verleihen.

Jetzt aber noch eine persönliche Bitte: Tut euch den Gefallen und zielt nicht von Anfang an in eurem Roman oder euer Serie auf das alte „Die Welt wird zerstört, wenn wir es nicht schaffen!“ ab. Das erscheint häufig als ein schnelles und einfaches Mittel, dem Hauptkonflikt ein nettes Gewicht zu verleihen, ist aber häufig sehr ausgelutscht. (Fantasy-Autoren: Euer „Upps“ oder „Huch“ habe ich bis hierhin gehört!😀 )

Eine Geschichte kann auch spannend sein, wenn kleine Dinge auf dem Spiel stehen, die aber z.B eine große, PERSÖNLICHE und EMOTIONALE Bedeutung für den Hauptcharakter haben. (siehe – Zwischenspiel: Arten von Spannung – )

Also, alles mitgeschrieben? Super! Dann üben wir doch einmal alles an einem Fallbeispiel.

Sagen wir einmal, unser heutiges Opfer heißt Fridolin.

Fridolin möchte gerne in Ruhe auf der Toilette eine Zeitung lesen. Nachdem er also sein großes und kleines Geschäft erledigt hat, greift er zum Toilettenpapier, steht anschließend auf und macht sich auf den Weg ins Wohnzimmer seiner WG, um nachzusehen, ob ihm sein neuer Schwarm eine SMS hinterlassen hat.

1. Armageddon-Prinzip

Fridolin möchte gerne in Ruhe auf der Toilette eine Zeitung lesen. Nachdem er also sein großes, also SEHR großes Geschäft erledigt hat, greift er zum Toilettenpapier… und es ist alle.

2. Murphy-Prinzip mit Foreshadowing

Fridolin möchte gerne in Ruhe auf der Toilette eine Zeitung lesen. Bevor er sich auf den Weg zum Klo macht, erhält er noch einen Anruf.
„Hey Fridolin, du mochtest doch diese nette Frau von der Party letztens?“
„Ja, wieso?“
„Schon ok. Ich glaube, ich habe gleich eine Überraschung für dich.“
„Na super! Dann bis später.“
Fridolin lächelt und geht auf die Toilette, lässt die Tür auf und schnappt sich die Zeitung, um ein wenig zu lesen. Nachdem er also sein großes, also SEHR großes Geschäft erledigt hat, greift er zum Toilettenpapier… und es ist alle. Im selben Moment geht die Haustür auf und man hört eine Frauenstimme. Es ist Fridolins Bekanntschaft.

3. Ebenen-Prinzip und Konsequenzen-Prinzip

Fridolin möchte gerne in Ruhe auf der Toilette eine Zeitung lesen. Er macht sich in letzter Zeit viele Sorgen, weil er seinen Mitbewohner in peinliche Situationen gebracht hat. Der hat ihm nämlich angedroht, ihn aus der WG zu schmeißen, sollte Fridolin ihn noch einmal irgendwie bloßstellen. Bevor er sich auf den Weg zum Klo macht, erhält er noch einen Anruf.
„Hey Fridolin, du mochtest doch diese nette Frau von der Party letztens?“
„Ja, wieso?“
„Schon ok. Ich glaube, ich habe gleich eine Überraschung für dich.“
„Na super! Dann bis später.“
Fridolin lächelt und geht auf die Toilette, lässt die Tür auf und schnappt sich die Zeitung, um ein wenig zu lesen. Nachdem er also sein großes, also SEHR großes Geschäft erledigt hat, greift er zum Toilettenpapier… und es ist alle. Im selben Moment geht die Haustür auf und man hört eine Frauenstimme. Es ist Fridolins Bekanntschaft. Panisch springt Fridolin mit heruntergelassenen Hosen auf, um die offene Tür zu schließen, stürzt aber auf die Knie und bleibt liegen. Zu allem Überfluss verschluckt er sich jetzt auch noch, kann nicht rufen. Die Schritte sind kurz vor der Badezimmertür.
„Ich freue mich schon so darauf, ihn näher kennenzulernen!“
„Er fand dich auch toll! Er ist wahrscheinlich hier im Bad.“
„Gut. Ich hoffe nur, er ist nicht so ein Perverser wie mein letztes Date!“
Panisch stellt Fridolin fest, dass er mit dem Gesicht auf der Zeitung liegt. Leider ist es die Bild-Zeitung und ein Artikel mit nackten Frauen ist aufgeschlagen.

4. Das epische Wurst-Prinzip des ultimativen Schicksals

Ähm.
Oh Mann.
Nein, auch wenn es mir in den Fingern juckt, werde ich jetzt NICHT machen, woran ihr gerade alle gedacht habt. Schämt euch!😀

Sagen wir einfach, wenn Fridolin seinen Platz in der WG verliert, sitzt er auf der Straße und wird deshalb enterbt und kann sich dementsprechend nicht mehr seinen Traum von einer Weltreise erfüllen, die er sich wünscht seit er klein ist.

 

Also meine Lieben, ihr seht, es gibt ein viele Mittel und Wege, Spannung zu erzeugen. Ich hoffe wie immer, es war etwas für jeden von euch dabei! =) Frohes Schaffen und ein tolles nächtest Projekt wünsche ich!🙂 Übrigens: Es gibt tolle Neuigkeiten! 🙂 Es gibt jemanden, der schon sehnsüchtig darauf wartet, dir Schokolade zu schenken und von dir gelesen zu werden, mein neuer Roman! 🙂 Er ist stubenrein, handzahm, haart nicht und holt die Zeitung für dich – nachdem er die Küche aufgeräumt und den Müll rausgebracht hat!😉

Die Wächter der Nimmersterne: Donner

Buchcover

EIN ABENTEUER BEGINNT

In einer Welt, in der die „Artefakte“ den Menschen atemberaubende Fähigkeiten verleihen, sucht ein gesichtsloser Schrecken Starfall heim. Die Zukunft des Inselkönigreichs ruht auf den Schultern des ungleichen Duos Anthony und Vivienne, denen – unschuldig wegen Mordes gejagt – keine andere Wahl bleibt, als einander zu vertrauen, wollen sie überleben und den Dämonen ihrer Vergangenheit die Stirn bieten.

Dabei kommen sie nicht nur der unglaublichen Wahrheit über die Natur der Artefakte näher, sondern auch einander…

Wenn du neugierig geworden bist:
( http://www.bookrix.de/_ebook-andre-aeskinger-die-waechter-der-nimmersterne/ )

Viel Spaß!😉